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Sagt Dir der Name Eben Norton Horsford etwas? Nein? Nicht schlimm, denn kaum jemand kann mit diesem Namen etwas anfangen. Wie sieht es denn mit Dr. August Oetker aus? Schon besser? Bestimmt. 97% aller Deutschen kennen diesen Namen und die Produkte, die dahinter stehen. Allen voran Backin. Das Backpulver von Dr. Oetker steht seit Generationen für Kuchenbacken mit der Gelinggarantie. Doch was viele nicht wissen: Oetker hat das Backpulver gar nicht erfunden. Schon 30 Jahre vorher wurde es von diesem US-amerikanischen Wissenschafter Namens Eben Norton Horsford erfunden.
Und so mag man sich vielleicht fragen, warum sich Oetker damals so intensiv auf ein Produkt konzentriert hat, dass schon längst in Bäckereien etabliert war. Er wollte unbedingt etwas Revolutionäres auf den Markt bringen. Aber Backpulver, das es schon gab? War das nicht riskant? Und wie hat er es trotzdem geschafft? Immerhin glaubt heute noch beinahe die ganze Welt, ER sei der Erfinder des Backpulvers gewesen (das war nie seine Absicht). Und warum ist Oetker so viel bekannter in Deutschland, als der wahre Erfinder des Backpulvers? Alle Antworten auf all diese Fragen sind simpel: Das Marketing machte den Unterschied zu seinem Erfolg. Die richtige Positionierung, ein klares Thema, eine konkrete Zielgruppe und das passende Marketing dazu. Denn Oetker war ein begnadeter Marketer. Schon vor über 100 Jahren wusste er, wie man die Menschen für sein Produkt begeistert um den Verkauf so richtig anzukurbeln.

An dieser Stelle wird jetzt vielleicht so Mancher einwenden: „Ja gut, Dirk. Aber das ist jetzt schon mehr als ein Jahrhundert her. Die Zeiten ändern sich. Du willst doch wohl nicht das Marketing eines Apothekers von 1893 mit dem hochtechnischen Onlinemarketing von 2018 vergleichen!“
Doch, will ich!
Denn Oetker hielt sich an Regeln, die auch heute noch kein Stück an ihrer Gültigkeit verloren haben. Immer noch ist Vertrauen die Basis für die Bindung zum Kunden. Immer noch entscheidet der Bauch für einen Kauf und der Kopf begründet bloß die Entscheidung.
Im Erfolgsfall Backin gibt es dabei einige Punkte, die auch für uns Trainer, Coaches und Berater sehr interessant sind.

Schauen wir uns das mal im Detail an:

1. Klare Botschaft an eine klare Zielgruppe
Während das Backtriebmittel von Horsfold nur in größeren Abpackungen für Bäckereien -also für Großabnehmer- gedacht war, konzentrierte sich Dr. Oetker auf private Haushalte. Er bediente also eine ganz andere-, aber glasklare Zielgruppe. Nämlich Hausfrauen. So vermied er sogar die Konkurrenz mit Horsfold.

2. Einfach einfach
Wollte man früher Backtriebmittel für seinen Kuchenteig kaufen, so gab es Backtriebmittel nur in großen Portionen. Doch Oetker portionierte das Backpulver in kleine Tütchen, ausreichend für genau 500 Gramm Mehl. Passend für den Haushalt. Passend für einen Kuchen. Ganz einfach, nix kompliziertes. Kinderleicht.

 

 Die neue Mach-Fertig-Challenge kommt!

Mach mit und knacke das Nummer 1 Problem, das viele Trainer, Coaches und Berater von ihrem Erfolg abhält.

3. Problem gelöst
Kuchenbacken ohne Backtriebmittel war damals vor allem mit sehr viel Hoffnung verbunden. Das Gelingen war Glücksache. Nach einer Stunde öffnete man die Ofentür (die damals noch kein Fenster hatte) und sah erst dann, ob der Kuchen gelungen war oder nicht. Oetker gab ein unmissverständliches, einfaches Versprechen: Ein Tütchen Backin für genau 500 Gramm Mehl und Ihr Kuchen gelingt. Immer! Plötzlich war es ganz einfach, einen Kuchen zu backen, mit dem Frau ihre Gäste von ihren Backkünsten begeistern konnte. Dieser Nutzen war gerade zur damaligen Zeit nicht zu unterschätzen.

4. Contentmarketing
Oetker hatte eine geniale Idee, seine Kunden fester ans Unternehmen zu binden. Auf der Rückseite jedes Tütchens Backin waren Backrezepte aufgedruckt. Genial. Jetzt gab es sogar kostenlose Tipps, die Kuchen zu verfeinern, oder seine Backkünste auszubauen. Später wurden sogar Filme aus der eigenen Marketingabteilung produziert, um den Menschen die Einfachheit des Backens mit Dr. Oetker zu zeigen und die Gelinggarantie unter Beweis zu stellen. Lange vor Youtube und seinen millionen Tutorials.

All diese Attribute zahlen in den Aufbau von Vertrauen ein. Und Vertrauen ist der Garant für beständige Kundenbeziehungen.
In der Nachkriegszeit hat Oetker dann sogar Tourneen durchs Land gemacht und in Dorfhäusern, Scheunen und Gemeindesäälen mit den Menschen des Ort ein Showbacken veranstaltet. Diese Tourneen waren extrem erfolgreich. Das, was wir heute Freebie oder Kostprobe unseres Könnens als Trainer nennen, um Kunden für unsere Angebote zu gewinnen, hat Oetker schon vor 70 Jahren praktiziert. Diese Aktionen trugen dazu bei, dass Dr. Oetker bis heute ein sehr großes Vertrauen in seine Produkte genießt.

Qualität ist das beste Rezept.

Backin war sein Thema. Dr. Oetker konzentrierte sich voll und ganz auf diese kleinen Tütchen, deren Preis (10 Pfennig) über 70 Jahre gehalten wurde. Erst als das Geschäft mit den kleinen Backin-Tütchen richtig gut lief, kanen weitere Produkte hinzu. Der Pudding war dann das zweite Erfolgsprodukt von Dr. Oetker. Immer nach derselben Devise: Einfach muss es gehen und immer gelinegen soll es.

Auch als Trainer, Coach oder Berater kannst Du beim Thema Marketing einiges von Oetkers Konzepten abgucken:
– Ein klares Thema mit dem wir unseren Markt bedienen
– Contentmarketing zum Aufbau der Kundenbeziehung (Blogging, Podcast, Youtube, etc)
– Etwas anbieten, dass die Kunden wirklich brauchen und das ihnen einen hohen Nutzen bietet.

Wenn Dir das gelingt, dann baust Du gute, beständige und ehrliche Kundenbeziehungen auf. Somit zahlt sich unterm Strich der Einsatz aus. Denn wer wünscht sich keine Kunden, die einem ein Leben lang treu bleiben. Entweder, indem sie regelmäßig weitere Produkte von Dir kaufen, oder aber, indem sie Dein Angebot anderen Interessenten weiterempfehlen.